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10.11.2016, 09:58 Uhr | von Bettina Stenftenagel, Peiner Nachrichten
„Viel erreicht für Wendeburg“
Der Bürgermeister dankt den ausscheidenden Ratsmitgliedern.
„Sie haben viel Zeit aufgewendet und ich habe gern mit Ihnen zusammengearbeitet.“, sagte Bürgermeister Gerd Albrecht zu den ausscheidenden Ratsmitgliedern.

Mitwirken, mitgestalten, dabei sein, Verantwortung übernehmen – das gehört zur Arbeit eines Kommunalpolitikers. Und es kostet Zeit. Dass sie diese aufgewendet haben, dafür dankte Gerd Albrecht, Bürgermeister der Gemeinde Wendeburg, den Ratsmitgliedern, die für den neuen Rat nicht mehr kandidiert beziehungsweise den Sprung ins Gemeindeparlament nicht mehr geschafft haben. Der Gemeinderat der abgelaufenen Legislaturperiode habe zukunftsweisende Projekte auf den Weg gebracht, sagte der Bürgermeister und startete gedanklich eine kleine Rundreise vom Rüperweg (Ausbau der Gemeindestraße), vorbei am Rathaus (energetische Sanierung) und an der Grundschule (Mensa-Bau, Ausbau des Fachwerkhauses für die Schulkindbetreuung) nach Harvesse mit dem größten Projekt, der Ansiedlung des VW-Logistikzentrums. Breitbandausbau und Baulandentwicklung führte Albrecht als weitere wichtige Projekte an.
Sie wurden als Ratsmitglieder verabschiedet, von links, Stefan Richter, Bernd Lippe, Heidemarie Philipp, Jörg Gasinski.
Wendeburg -
„Die meisten Entscheidungen haben wir einstimmig getroffen“, erinnerte der Bürgermeister. Im neuen Rat wünscht er sich „lebhafte Diskussionen in der Sache, und nicht ganz so hitzig wie bei der Sporthalle Bortfeld“. Im neuen Rat nicht mehr vertreten sind Jörg Gasinski (SPD), Heidemarie Philipp (CDU), Bernd Lippe (SPD), Uwe Lippke (CDU), Stefan Richter (SPD), Catharina Prediger-Engelke CDU), Dr. Markus Röver (Grüne), Uwe Ostermann (SPD), Carsten Jahns (Grüne). Nicht alle nahmen an der Verabschiedung teil, „wenngleich wir den Termin frühzeitig bekanntgegeben hatten“, bedauerte Albrecht. Diejenigen, die da waren,
verabschiedete er mit persönlichen Worten. Jörg Gasinski gehörte dem Rat seit 2011 an, er habe sich mit großer Sachlichkeit eingebracht, sagte Albrecht. „Und ich habe Respekt vor ihm, dass er trotz hoher beruflicher Inanspruchnahme mitgemacht hat.“ Heidemarie Philipp, im April 2011 in den Rat nachgerückt, wurde dann wiedergewählt. Albrecht: „Sie hat oft kritisch gefragt und sich für die Gemeinde eingebracht und ihre Arbeit war von großer Zuverlässigkeit geprägt.“ Stefan Richter, seit 2011 im Rat, leitete den Schulausschuss – die Situation der Kinder war sein großes Anliegen.
„Harte Schale, weicher Kern“, charakterisierte Albrecht in Kürze Bernd Lippe. 20 Jahre arbeitete Lippe im Gemeinderat, hierfür wurde er auch vom Städte- und Gemeindebund geehrt. In seiner Ratszeit leitete Lippe den Feuerschutzausschuss und den Planungs- und Umweltausschuss. „Und er war ein Kämpfer für Neubrück.“ Albrecht erinnerte an seine erste Sitzung als Ortsratsbetreuer von Neubrück vor 26 Jahren, als er dachte, alles sei in Ordnung und Lippe unter Punkt „Wünsche und Anregungen“ „richtig loslegte“ und diverse Verbesserungsmöglichkeiten vortrug. So sei es auch in vielen weiteren
Sitzungen gewesen, „unverblümt, offen, direkt – und manchmal auf lauter“. 30 Jahre ist Bernd Lippe Mitglied im Ortsrat Neubrück, seit zehn Jahren ist er Ortsbürgermeister – und dürfte heute Abend als solcher für weitere fünf Jahre gewählt werden. Mit vier Sitzen hat die SPD dort die Mehrheit.